„Mecklenburg-Vorpommern, das am dümmsten besiedelte Bundesland“

Nicht jeder kommt damit klar, daß Deutschland eine Demokratie ist und die Wähler nach Gusto entscheiden. So auch der ehemalige grüne Landtagsabgeordnete und hauptberufliche Twitterer Daniel Mack. Angesichts des fulminanten AfD-Ergebnisses in Mecklenburg-Vorpommern sendete er diesen Tweet:

Twitter ist so etwas wie die Goldgrube für kritische Blogs wie dieses. Es gibt zwar mehr als genug törichte Äußerungen von Spitzengrünen, die uns auf analogem Wege erreicht haben. Allerdings bietet Twitter auch dem letzten Blödian und der letzten Blödianin bei den Grünen die Gelegenheit, Unfug in die Welt zu setzen.

Hier noch ein paar weitere Tweets des grünen Parteitalents Daniel Mack zum Thema:

Daniel Mack gehört wohl zu den Politikern, die ein Bundesland mit Bevölkerungsschwund auch gerne mit Klingonen, Aliens oder Predatoren besiedeln würden. Nicht jeder hält es für klug, demografische Probleme über den Zuzug vormoderner Kulturkreise zu lösen. Dazu zählen offenbar immerhin 20% der Mecklenburger.

Die geradezu neurotische Fremdenfreundlichkeit mancher Parteien entspricht übrigens der ebenso neurotischen Fremdenfeindlichkeits- und Naziparanoia in diesen Kreisen. Beide Phänomene sind zwei Seiten einer Medaille. Wenn die eigene „Fremdenfreundlichkeit“ als unecht, neurotisch, kontraproduktiv, als Gewissensonanie entlarvt zu werden droht, dann muß man Kritiker umso schärfer als Rassisten, Nazis und Fremdenfeinde geißeln. Nichts ist so unschön wie der Verlust des eigenen Heiligenscheins.

https://twitter.com/danielmack/status/772485350216372224

Mir wäre neu, daß die Mecklenburger Deutsche aus Berlin oder Bayern als Fremde ansehen. Und mir wäre auch neu, daß die AfD etwas gegen „Fremde“ aus Deutschland oder Europa hat. Aber es geht doch nichts über den heiligen Kult der Fremdenfeindlichkeit in den linken Parteien. Es gibt eben anregende Fremdheiten und überfordernde, verstörende Fremdheiten. Aber wir wollen hier nicht allzu sehr differenzieren und das Talkshow-Niveau überschreiten.

Abschließend kann man aber auch noch etwas Positives über Herrn Mack sagen. Mir ist nämlich soeben aufgefallen, daß sein erstgenanntes Zitat eigentlich eine gelungene Anspielung ist auf den Ausdruck „dünn besiedeltes Bundesland“. Mecklenburg-Vorpommern ist also nicht nur am dünnsten besiedelt, sondern laut Mack auch „am dümmsten“.

Diesen Teil des Mackschen Humors wissen wir durchaus zu goutieren – trotz aller Schwächen in der inhaltlichen Argumentation.