Die grüne Geisteskrankheit „Geschlechtergerechtigkeit“

Eigentlich gäbe es genug Anlässe, knackige Artikel für dieses Blog zu schreiben, da eigentlich keine Woche vergeht ohne grünen Unflat, der unsere geistige Umwelt verpestet. Ich möchte aber mal einen verhältnismäßig harmlosen Tweet eines gewissen Cem Özdemir zum Anlaß für diesen Artikel nehmen.

In letzter Zeit hat sich die Gutmenschen-Guerilla auf den ehemaligen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen eingeschossen, weil er unerhörte Wahrheiten ausspricht, die jedes Gutmenschenhirn an die Toleranzgrenze bringen. Toleranz und Diversity gelten bei Linken eben nur für die richtigen und guten Meinungen.

Maaßen besaß die Dreistigkeit, folgenden Tweet abzusondern:

Das ist eine allgemeine Formulierung, die sich also nicht nur auf Merkel bezieht. Daher auch das generische Maskulinum. Niemand des Deutschen Mächtiger würde sich an solch einer Formulierung stören.

Wie unsagbar billig die Polemiken vieler Linker sind und wie sehr sie bereits an gendergerechtem Hirnschwund leiden, zeigt folgender Tweet des sagenumwobenen Schwabotürken Özdemir:

 

 

Für solche Billigpolemiken, die in vollem Bewußtsein die Aussagen anderer Menschen verdrehen und verfremden, wird Özdemir vermutlich von vielen schlichten Gemütern für seine „Zivilcourage“ gefeiert. Özdemir hat auch schon in der Vergangenheit gezeigt, daß ihm keine Lüge zu schade ist, um eine Pointe gegen rechts zu erzielen.

Für seine Bundestagsrede zur Causa Deniz Yücel bekam Özdemir sogar einen Preis, weil die Rede angeblich der AfD so toll paroli geboten habe, die eine Mißbilligung Yücels beantragt hatte, weil dieser sich in einer „Satire“ am deutschen Volkstod delektierte.

In dieser Rede behauptete Özdemir, daß die AfD die rechtswidrige Inhaftierung Yücels in der Türkei wegen fadenscheiniger Gründe gutheiße und gegen eine Auslieferung sei. Keine zwanzig Minuten zuvor sagte ein Vertreter der AfD expressis verbis, daß die AfD die Freilassung Yücels natürlich befürworte und daß die Pressefreiheit ein hohes Gut sei.

Der Bundestag solle lediglich die Mißbilligung seiner „Satire“ zum Ausdruck bringen – was für ein deutsches Parlament mit ein wenig Achtung vor dem eigenen Volk, vor sich selbst und vor der Nation eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Yücels „Satire“ ist wirklich ein extremer Ausdruck der Mißachtung und Geringschätzung unserer Kultur. Wäre Yücel kein Linker, würde man von „Haß und Hetze“ sprechen.

Özdemir verdrehte die ganze Sache dann so, als sei die AfD gegen die Pressefreiheit und wolle Journalisten den Mund verbieten. Das paßt natürlich schön in ein von Nazi-Paranoia zerfressenes Gehirn, wie es bei Linken üblich ist.

Auch andere AfD-Vertreter hatten sich zuvor schon zum Fall Yücel geäußert und sich klar pro Pressefreiheit und Freilassung positioniert. Cem Özdemir log in seiner Rede also völlig ungeniert und bekam trotzdem tosenden Beifall. Die Claqueure der etablierten Parteien sind also offenbar bereit, jegliche Moral, jeglichen Anstand und Realitätsbezug kurzum zu entsorgen, wenn es nur gegen die Richtigen geht. Auf „Spiegel Online“ war ein Artikel mit der sinngemäßen Überschrift „So macht Özdemir die AfD fertig“ zu lesen.

In seiner Yücel-Rede behauptete Özdemir auch, die AfD drücke bei der Fußballweltmeisterschaft lieber Rußland als Deutschland die Daumen, und warf ihr mangelnden Patriotismus vor.

Solche Billig-Polemiken feiern unsere Medien dann ausgiebig. In den etablierten Blättern gibt es praktisch keine Journalisten mehr, die in der Lage wären, das „Gute“ zu hinterfragen. Aber wundern tut man sich dort dann über Begriffe wie „Gutmenschentum“ oder „Lügenpresse“. Dieses Milieu ist wirklich unheilbar verkommen.

Man muß schon ziemlich enthirnt sein, wenn man wie Özdemir den obigen Maaßen-Tweet derartig wahnhaft auf die männliche Form „Regierungschef“ reduziert. Obwohl Maaßens Tweet dem normalen Sprachgebrauch entspricht und es ein Leichtes ist zu verstehen, daß er sich auf die allgemeine Situation in Demokratien bezieht, reitet Özdemir wie ein Irrer auf dem generischen Maskulinum herum, das er mal eben zu einem konkreten macht, obwohl er doch letztlich genau weiß, wie Maaßen seine Formulierung gemeint hat.

So ähnlich funktioniert ja auch der „Sprachfeminismus“, also die Deformierung unserer Sprache aufgrund einer Art formalistischer Geisteskrankheit. Wie geistig Behinderte kaprizieren sich Sprachfeministinnen und ihre kastrierten männlichen Unterstützer auf die Form statt auf den Sinn und Kontext von Sprache – weil man auf diese Weise so schön die geheiligte „Frauenbenachteiligung“ anprangern kann. Und blenden dabei gezielt jegliche Sprachempirie, jeden gesunden Menschenverstand aus.

Ich selbst bin kein Linguist, aber dieses Tölpeltum löst schon heftige Gefühle aus, und man fragt sich, ob wir in einem Irrenhaus leben?

Genauso tölpelhaft agiert hier Cem Özdemir.

Man sieht an dieser und anderen Episoden auch sehr schön, was für ein wahnhaftes Gebilde die sogenannte „Geschlechtergerechtigkeit“ für Grüne und andere Linke ist. Sie sind völlig fixiert auf formale Gegebenheiten.

Daß die männliche Form nicht zwingend Frauen „sprachlich diskriminiert“, begreifen sie genauso wenig wie die Statistiken zum „Gender Pay Gap“, aus denen sich genauso wenig zwingend eine Lohndiskriminierung von Frauen ablesen läßt.

Die „Geschlechtergerechtigkeit“ ist ein identitätsstiftender Wahn für die grüne Religion.

Da muß die Realität manchmal Federn lassen.