„Wir müssen so viele Afrikaner und Syrer wie möglich in unser Land holen!“

Gute Satire erkennt man erst gar nicht und hält sie für echt. So erging es mir, als ich auf „Grüne? Nein danke“ folgendes krasse Statement eines Tobias Weihrauch las. Selbst der Name dieses vermeintlichen Grünen machte mich nicht stutzig:

Meine Freunde, Trumps Wahlsieg hat gezeigt, dass Rechtspopulismus sich durchsetzt. Genau so wird es auch 2017 in Deutschland passieren. Die AFD wird Stimmen sammeln. Wir müssen bis zur nächsten Wahl unser Bestes geben und so viele Afrikaner und Syrer wie möglich in unser Land holen! Leider werden immer mehr Gewalttaten von Flüchtlingen publiziert, da die Medien nicht mehr mit uns zusammenarbeiten. Daher fordere ich alle Grünen dazu auf, Flüchtlinge zu unterstützen, egal wie integrationswillig oder kriminell sie sind. Wir haben nicht mehr lange Zeit, bis das dritte Reich zurückkehrt!

Selbst der letzte Halbsatz muß einen bei Grünen nicht unbedingt stutzig machen. Denn viele Grüne ticken ja tatsächlich so. Man wird ja nicht müde, die Nazi-Zeit zu bemühen, wenn es um Pegida oder AfD geht. Und das Wort „Nazi“ ist ja so etwas wie die politische Existenzbedingung des gemeinen Grünen. Selbst die Dresdener Frauenkirche wurde ja laut Katrin Göring-Eckardt von den Nazis zerstört.

Selbst in abstrusesten Zusammenhängen müssen Nazis und das Dritte Reich herhalten, um das Gewissen eines Grünen zu befriedigen. Alles muß Nazi sein, damit das Gutsein der Grünen auch möglichst existentiell und wichtig ist.

Die obige Satire ist tatsächlich sehr gut gelungen, wenngleich auch ich recht bald das Fake-Radar einschaltete und mir auch aufgrund des sprechenden Namens „Tobias Weihrauch“ recht sicher war, daß hier Satire am Werk sein muß. Vielleicht wäre der Vorname „Malte“ noch besser gewesen. :)

Das „Fakebook“-Posting von „Tobias Weihrauch“ beschreibt besonders schön die Paranoia in den linken Parteien und deren törichte Idealisierung vermeintlicher „Flüchtlinge“. Statt sich über Fake-Zitate aufzuregen, täte es den Grünen einmal gut, über Fake-Flüchtlinge nachzudenken. Kann jemand eigentlich ein glaubwürdiger Flüchtling sein, der in Asylunterkünften christliche oder atheistische Flüchtlinge bedroht und schikaniert? Was ist mit muslimischen „Flüchtlingen“, die Christen aus ihren Schlauchbooten ins Mittelmeer werfen?

Ach, was soll’s. Man könnte noch ewig so weiter fragen. Aber diese Fragen bedrohen das Selbstkonzept des durchschnittlichen Grünen, der geradezu süchtig danach ist, sich selbst zu demonstrieren, wie „empathisch“ er doch ist. Wie er die deutsche Geschichte durch sein moralisch überlegenes Verhalten wieder zukleistert.

An dieser Stelle ist es aber auch einmal angebracht, auf den Belastungseifer und die Paranoia von asyl- und islamkritischen Kreisen hinzuweisen. Etwas peinlich ist es schon, wenn man sich dort recht wohlfeil über Herrn Weihrauch empört und kaum einer auf die Idee kommt, daß es sich hierbei um Satire handeln muß.

„Rechte“ Blogs und Facebook-Seiten sind ein wichtiges Korrektiv in Zeiten der Lügenpresse. Diese Szene tut sich aber keinen Gefallen damit, sich derartig leicht von solchen Fake-Grünen triggern zu lassen. Nichtsdestotrotz faßt folgender Kommentar die Sachlage gut zusammen:

Es ist egal ob fake oder nicht, aus deren Bande entspringt grundsätzlich so ein abstraktes Gedankengut.

„Integration fängt damit an, daß Sie als Deutscher mal Türkisch lernen!“

Diese Aussage, die an Thilo Sarrazin gerichtet war, hat Renate Künast nie getätigt. Es ist eines der vielen Fake-Zitate oder zurechtgebogenen Äußerungen von Grünen, die man im Internet finden kann. Das vorliegende Blog wurde auch deshalb gegründet, um dem Thema mit möglichst viel Seriosität zu begegnen. Das heißt, die hier gesammelten Zitate sind tatsächlich echt und verifiziert. Manipulationen und Fälschungen sollen als solche auch dargelegt werden.

 

kuenast-integration-tuerkisch-lernen

 

In der Talkshow „Beckmann“ saßen einst Thilo Sarrazin, Aygül Özkan – damalige Sozialministerin Niedersachsens – und Renate Künast beisammen, wobei Sarrazin Schwierigkeiten hatte, den Namen von Frau Özkan richtig auszusprechen. Daraufhin intervenierte Frau Künast offenbar mehrmals. Das obige Zitat lautet im Original wie folgt:

Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher sich ihren Namen mal merken.

Es war also ein polemischer Seitenhieb auf Thilo Sarrazins Kritik an muslimischen Parallelgesellschaften. So weit so gut. Auf ihrer Facebook-Seite hat Frau Künast die Sache mit dem fälschlichen Zitat richtiggestellt. Sie hat aber offenbar nicht begriffen, daß die ihr in den Mund gelegten Worte genauso polemisch und ironisch gedacht sind wie ihre Replik auf Thilo Sarrazin. Nach dem Motto: Soll ich jetzt Türkisch lernen, damit ich „Aygül Özkan“ richtig aussprechen kann? Es handelt sich also nicht um eine völlig willkürliche und bösartige Fälschung, sondern um eine Überspitzung von Künasts weltoffener Toleranz.

Manche türkische Namen sind ja tatsächlich schwer auszusprechen. Man denke nur an Namen wie z.B. Ümmühan Bayramoğlu. Künasts Worte an Sarrazin kann man also angesichts der Exotik des Türkischen und der Pedanterie von Frau Künast auch als Aufforderung verstehen, gleich ganz Türkisch zu lernen.

Frau Künast verschlimmert diese Causa aber noch, indem sie Folgendes dazu auf Facebook schreibt:

Ich finde es ein Unding, den Namen anderer Menschen wiederholt, trotz Hinweisen und Verbesserungen, falsch auszusprechen. Dies ist unterschwelliger Rassismus und zeugt von einem komplett fehlenden Integrationswillen.
Ich finde dieses Verhalten von Thilo Sarrazin – neben all seinen menschenfeindlichen Thesen – auch heute falsch.

Dieser typisch grüne „Empörialismus“ ist es wohl, der zu immer mehr Unmut in der Bevölkerung führt. Wenn es um’s angeblich Gute geht, dreht man bei den Grünen immer gleich das ganz große Rad. Es fehlen Maß und Mitte. Die moralische Empörung gerät zum Selbstzweck.

Wer schon bei kleinen Missetaten oder vermeintlichen Grenzüberschreitungen immer gleich Verbrechen gegen die Menschlichkeit erblickt und diese mit reudigen Inquisitionsvokabeln wie „rassistisch“, „homophob“ oder „frauenfeindlich“ tadelt, der muß sich wohl gefallen lassen, nicht mehr ernst genommen und als „Gutmensch“ bezeichnet zu werden.

Noch dazu, wenn nicht wenige Grüne über ein erkleckliches historisches Sündenregister verfügen und lieber mal kleinere Brötchen backen sollten.

Auch bei Frau Künast wird man da fündig.