«Keine andere Partei wird aktuell gerade so sehr gebraucht wie die Grünen – und wir alle können es uns nicht leisten, abzuwarten.»

Wer: Elke Twesten
Wann: 10. Juni 2017
Wo: Kolumne in der Bremervörder Zeitung

Elke Twesten ist die Landtagsabgeordnete der Grünen, die zwei Monate nach obigem Zitat die rot-grüne Koalition in Niedersachsen zu Fall brachte. Frau Twesten mißbehagte, daß sie von ihrem Kreisverband Rotenburg nicht wieder als Direktkandidatin für die nächste Landtagswahl aufgestellt wurde.

Da gab sie am 4. August flugs bekannt, daß sie zur CDU wechseln werde. Zwei Monate zuvor war sie aber – wie oben zu sehen – offenbar noch voll überzeugt von den Grünen.

Frau Twesten verhielt sich besonders ungeschickt, da sie ganz unverblümt bekanntgab, daß ihr Fraktionsübertritt mit ihren nicht erfüllten Karriereambitionen bei den Grünen zusammenhänge. Sie gab also keine politischen Gründe für ihre Entscheidung an. Das obige Statement fand ich zufällig, als ich nach ihrer dilettantischen Austrittsbegründung suchte.

Merkwürdig ist, was eine Frau wie Elke Twesten eigentlich bei der CDU will. Bei den niedersächsischen Grünen war sie „frauenpolitische Sprecherin“.

Obwohl dies eigentlich heutzutage kein Widerspruch mehr ist, denn auch in der CDU finden sich mittlerweile viele feministisch verstrahlte Frauen, die ganz ungeniert ihren weiblichen Chauvinismus und die Bevorzugung von Frauen betreiben. Ein bißchen seltsam ist es aber schon, wenn man sich mal die feministischen Gender-Mannweiber der Grünen und ihr Weltbild vergegenwärtigt.

Und weil es so schön paßt zur Verlogenheit und zum Opportunismus, die Elke Twesten mit obigem Zitat zur Schau stellt, noch diese schönen Worte, die Twesten dazumalen auf ihrer eilig einberufenen Pressekonferenz von sich gab:

„Ich bin keine Verräterin, ich fühle mich sehr gut.“

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