„Die Nazis haben die Frauenkirche zerstört.“

Wer: Katrin Göring-Eckardt
Wann: 19. Oktober 2015
Wo: Morgenmagazin, ARD

Ich persönlich bin erstaunt, wie häufig ich seit dem Start dieses Blogs Katrin Göring-Eckardt mit Artikeln huldigen und verewigen durfte. Eigentlich dachte ich, daß Leute wie Claudia Roth, Volker Beck oder Renate Künast wesentlich mehr Material für ein Blog wie dieses abliefern würden.

Weit gefehlt. Davon abgesehen bin ich froh darüber, nun auch mal wieder einen echten Klassiker präsentieren zu dürfen. Angesichts des täglichen Schrotts, den Grüne allüberall von sich geben, ist es durchaus schwierig, sich auch hinreichend den Klassikern zuzuwenden.

Genau genommen handelt es sich ja bei Göring-Eckardts Einlassungen zur Dresdner Frauenkirche und den Nazis um einen „Youngtimer“, also um einen sehr jungen Klassiker.

Seit dem Herbst 2014 war in Deutschland die Kacke am Dampfen, denn viele Menschen nahmen es sich in Dresden heraus, Demokratie auch wörtlich zu nehmen, und demonstrierten gegen die Islamisierung des Abendlandes. Natürlich gibt es gar keine Islamisierung! Wie wir alle durch staatlich gelenkte Medien und weltoffene Politiker wissen.

Trotzdem wurde in Dresden und anderswo weiter demonstriert. Zusätzliche Brisanz erfuhr das Ganze durch die rechtswidrige Öffnung unserer Grenzen durch eine ehemalige FDJ-Sekretärin. Nun strömten Tausende und Abertausende häufig nicht asylberechtigte Hävelmannflüchtlinge in unser schönes Land, die zuvor schon zahlreiche sichere Staaten durchquert hatten – aber eben unbedingt in Deutschland vor Krieg und Verfolgung gerettet werden wollten.

Überall in Europa schüttelte man den Kopf über die Schuldgrandiosität der Deutschen und den damit verbundenen infantilen Größenwahn, die halbe Welt retten zu wollen. Der „Flüchtling“ wurde zum neuen Nationalheiligtum – in der unbewußten Hoffnung, eine ältere, negative Fixierung wiedergutmachen zu können, die uns seit Jahrzehnten peinigt. Der „Flüchtling“ wurde gewissermaßen der positiv gewendete „Jude“ unserer Zeit. Vernunftlose Idealisierung sollte vernunftlose Dämonisierung übertünchen.

Die Vergangenheit sollte in der Gegenwart korrigiert werden. Auf daß wir Gutmenschen endlich diese blöden Schuldgefühle loswerden. Die Vertreter der linken Parteien und der CDU müssen uns jedenfalls erklären, warum kein anderes Land in Europa – außer Schweden – dem Asylwahn verfallen ist und woher dieses enorme moralische Getöse herkommt, das die „Willkommenskultur“ begleitet und das jegliche Zweifel am „lupenreinen Flüchtling“ übertönt.

Die allergrößten Schuldgefühle bezüglich unserer deutschen Vergangenheit haben natürlich die rechtschaffenen Grünen. Als Katrin Göring-Eckardt im Oktober 2015 in der ARD zum Thema Pegida interviewt wird, ist sie ganz außer sich, daß es Menschen wagen, gegen die Islamisierung und die sogenannte Flüchtlingspolitik zu demonstrieren.

Im Interview sagt sie ganz putzig, daß sie leider die Gegendemo in Dresden nicht besuchen konnte, aber bereits auf einer Pegida-Gegendemo in Erfurt die schlimme „Hetze“ hören konnte. Was für eine Petze! Wir hingegen hören uns geduldig die viele Hetze gegen Pegida und Ostdeutsche an und fragen uns, wogegen die „Nazis raus“-Hetzer eigentlich demonstrieren und warum ganz normale Menschen als „Nazis“ bezeichnet werden.

Dann aber switcht Katrin Göring-Eckardt ins Pathetische und möchte noch mal klarmachen, was Dresden für eine tolle Stadt der „Dresdnerinnen und Dresdner“ sei. Und daß diese stolzen Dresdnerinnen und Dresdner sich von den bösen Pegida-Demonstranten, die ja auch „Dresdnerinnen und Dresdner“ sind, nicht die Butter vom Brot nehmen lassen sollen. Sehr aufschlußreich sind der rührselige Tonfall und die treudoofe Gewißheit, mit der Göring-Eckardt sich eines Geistes mit der Moderatorin zu wissen meint. Katrin ist regelrecht besessen von ihrer vermeintlichen Gutheit, und es verursacht schon eine gewisse Seelenpein, dieser Frau bei ihrer Selbstbeweihräucherung zuzuschauen. Katrin im Wortlaut:

Aber meine Gedanken sind heute abend auf jeden Fall in Dresden bei der Gegendemonstration. Und ich finde es übrigens gut, daß sich die Dresdnerinnen und Dresdner, die sich mit ihrer Stadt identifizieren, jetzt auch zu ‚ner Aktion im Internet entschieden haben, wo sie posten, daß es ihr Dresden ist und daß sie nicht zur Pegida gehen, auch nicht da hingehören. Und Dresden, das ist vor allem die Frauenkirche. Die ist wieder aufgebaut worden, nachdem die Nazis sie zerstört haben. Und das, finde ich, ist das Symbol, an das man heute denken sollte.

Manchmal, oder besser: ziemlich oft, hat man den Eindruck, daß viele Grüne geistesgestört sind, so neurotisch und kindisch hängen sie am Nazi-Narrativ. Je weiter das Kriegsende und die Nazi-Zeit zurückliegen, desto entschiedener und unerbittlicher wird der Widerstand gegen das NS-Regime. Nur ist das NS-Regime eben nicht mehr da. Wo nun hin mit dem heroischen Antifaschismus?

Das ist wohl die Erklärung dafür, daß heutzutage praktisch alles Nazi ist und verfolgt wird, was linke Ideologie infrage stellt. Früher war man da noch etwas toleranter. Die Nazi-Paranoia der Grünen und anderer Linker ist gewissermaßen das Gegenstück zur Sozialismus-Paranoia vieler Konservativer. Sie dient der Rechtfertigung und Immunisierung des eigenen Weltbildes.

Wer „Nazi“ ist, kann eigentlich keine guten Argumente oder berechtigten Anliegen haben. Oder besser noch: Der verdient es erst gar nicht, gehört zu werden.

Jeder schaue sich das Video mit Katrin Göring-Eckardt genau an. Es ist wirklich unfaßbar, was für ein kindlicher und naiver Geist aus diesen Äußerungen spricht. Das ist Gutmenschentum bis zur Vergasung. Da sieht man schön, daß der gemeine Grüne wie ein kleines, unselbständiges Kind an der Mutterbrust des Nazi-Narrativs hängt, Lichtjahre davon entfernt, die eigene widerliche und totalitäre Gesinnungsethik einmal zu hinterfragen. Göring-Eckardt wirkt fast wie eine brave Pionierin zu DDR-Zeiten, die der Lehrerin artig von den Erfolgen ihrer „Brigade“ berichtet.

Sie schwimmt während des Interviews quasi geistig in einem selbstgerührten Gutmenschenbrei dahin und driftet dabei völlig in eine Scheinwelt ab. Man kann schön studieren, wie das subjektive Gutsein einen autosuggestiven Selbstzweck darstellt, mit dem man die eigenen Sinne benebelt.

Eigentlich eine wunderbare Realsatire.

 

Ach so, und die Dresdner Frauenkirche wurde übrigens nicht von den Nazis zerstört, sondern von britischen Bomberpiloten.

In einem völkerrechtswidrigen Angriff auf die Zivilbevölkerung.

Die Grünen sind so doof, daß man fast schon aus reiner Lust an der Provokation von einem „Bombenholocaust“ sprechen möchte. Aber keine Sorge, liebe Katrin, der Autor dieses Blogs ist ein aufrechter Demokrat.

Und demonstriert deshalb gegen die Islamisierung.

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>