„Deutsche sollen Arabisch lernen“

Jüngst schallte es hysterisch durch den digitalen Blätterwald:

Idee von Grünen-Politiker: Deutsche sollen Arabisch lernen

Auch dies ist eine Aussage eines Grünen, die so nie getätigt wurde. Grüne reden auch so schon genug Quatsch daher, aber viele Medien scheinen es zu lieben, Aussagen von Grünen skandalstmöglich zu verkürzen.

In einem Interview mit N-TV fabulierte der grüne Moraltheologe Volker Beck tatsächlich dies daher, als er auf Viertel in deutschen Städten angesprochen wurde, in denen kaum noch Deutsch zu hören ist:

Andere Länder gehen damit entspannter um, dass in manchen Vierteln auch mal eine andere Sprache von einer Migrationscommunity gesprochen wird. In den USA finden Sie ihr Chinatown, da finden Sie die Gegenden, wo die Mexikaner wohnen, oder je nachdem, welche Community in der Stadt gerade stark ist. (…) Da gibt es ein bisschen ein Unwohlsein, weil man das Gefühl hat, man bekommt was nicht mit. Aber wenn einem das wirklich wichtig ist, soll man diese Sprache lernen.

Beck empfiehlt also uns Deutschen, Türkisch und Arabisch zu lernen, wenn wir in unseren Stadtvierteln auch wirklich etwas mitbekommen wollen. Zwar handelt es sich bei den reißerischen Überschriften zu diesem Beck-Interview tatsächlich um Verkürzungen seiner Aussage, ziemlich doof scheint Beck aber trotzdem zu sein. Sagt er doch den Deutschen implizit: Eure Stadtteile sind überfremdet. Paßt Euch an, wenn es Euch nicht paßt.

Da weite Teile westdeutscher Großstädte und Westberlins migrantisch geprägt sind, bedeuten Becks Worte nichts anderes als eine sprachliche Integrationsaufforderung an die autochthone deutsche Bevölkerung. Beck windet sich zwar wie üblich nach solchen Entgleisungen und rudert zurück, viel beklemmender ist es aber, daß ein Grüner überhaupt solch einen Stuß erzählt, selbst wenn er es nicht ganz so drastisch gemeint haben sollte.

Wenn man der grünen Toleranz- und Weltoffenheitsfolklore frönt, kommt es ganz schnell mal zu Fehlleistungen der Beckschen Dimension. Ein halbwegs realitätsaffiner Mensch würde nie auf die Idee kommen, solch verschwurbelte Sätze über Deutsche loszulassen, die in ihren überfremdeten Stadtvierteln auch mal etwas mitbekommen wollen.

Becks mangelnde interkulturelle Kompetenz zeigt sich auch in diesen Worten:

In den USA finden Sie ihr Chinatown, da finden Sie die Gegenden, wo die Mexikaner wohnen, oder je nachdem, welche Community in der Stadt gerade stark ist.

Warum fordert Beck hier implizit, daß wir uns den USA anpassen sollen? Wo ist seine Weltoffenheit und Toleranz für die deutschen Verhältnisse? Die USA sind schließlich eine europäische Exportnation, die durch Einwanderung erst entstanden ist und eine verhältnismäßig kurze Geschichte hat. Das Streben der Grünen nach Toleranz und Vielfalt hört wohl immer genau dann auf, wenn das Deutsche auf einmal als Teil der Vielfalt betrachtet werden kann. Oder wenn Menschen eben nicht den Kulturrelativismus der Grünen bevorzugen, sondern es für durchaus erstrebenswert erachten, daß sich die Migrationsmilieus langfristig „einnorden“, statt in kulturellem Autismus zu verharren, wie dies bei den Muslimen in Europa der Fall ist.

Schlußendlich seien dem lieben Volker vielleicht mal folgende Ausführungen einer Mutter anempfohlen, die auch gerne mehr davon mitbekommen würde, was in ihrem Stadtteil so läuft – aber dummerweise nicht Arabisch oder Türkisch lernen möchte:

Integration in München: Abschiedsbrief einer verzweifelten Mutter

Auszüge:

Also ich bin an einem Montagmorgen in den Nachbarschaftstreff ** *** ************ ******* (von der Landeshauptstadt München gefördert etc.. ) um hier am Frauenfrühstück teilzunehmen. Hier traf ich auf etwa 6-8 Mütter teilweise mit ihren Kindern. Alle Frauen trugen ein Kopftuch und keine von ihnen sprach Deutsch. Außer der sozialpädagogischen Leitung. Diese hat mir dann relativ schnell mitgeteilt, dass ich mir wahrscheinlich schwer tun werde mich hier zu integrieren (O-Ton!!!). Ich möchte dazu vielleicht noch anmerken, dass ich deutsch bin. Ich spreche fließend Deutsch und ich trage kein Kopftuch. Also habe ich ein wenig gelächelt und meinte dann, ich würde versuchen, mich zu integrieren.

Leider habe ich zu dem Frauenfrühstück, zu dem jeder aufgefordert war, etwas mitzubringen, Salami und Schinken in der Tasche gehabt. Damit hatte ich natürlich noch weniger Chancen auf Integration. Ich habe es nicht geschafft, in diesem Frauenfrühstück, das eigentlich integrativ sein soll, mit jemandem Deutsch zu sprechen und es war auch definitiv kein Interesse da. Weder seitens der Leitung darauf zu bestehen und auch die Frauen sahen sich glaube ich schon als eine eingeschworene arabisch-türkische Gruppe, die einfach den Raum nutzen wollte.

Ich sprach sie dann auf den Familienbrunch ** ******* an (soll glaube ich stattfinden ** *** – ************ ** ****), das wäre doch was für uns, vielleicht würde dann auch mein Mann mal andere Väter kennen lernen und wir würden Anschluss als Familie finden. Hier wurde ich dann darauf hingewiesen, dass das Frühstück in getrennten Räumen stattfinden würde. Männer und Frauen getrennt. Das hätte sich nun mal so ergeben. Ich habe das erst für einen ziemlich schlechten Scherz gehalten. Leider war es keiner.

Ich habe nicht aufgegeben und war dann immer Dienstags vormittags in einer Krabbelgruppe ** ***. Hier, habe ich das Gefühl, haben sich die Mütter getroffen, die woanders nicht „willkommen“ waren und leider hatte ich hier das Gefühl, dass einige ausländische Mütter und Väter hier eher vergrauelt wurden. Also mein Eindruck zu dieser Einrichtung bezüglich Integration ist miserabel. Hier findet überhaupt kein Austausch statt!!! Wie kann eine Einrichtung von der Landeshauptstadt München so etwas tolerieren?? Aus meiner Sicht muss hier das komplette Konzept der Einrichtung in Bezug auf Integration in Frage gestellt werden.

Mein Sohn ist nun seit zwei Monaten hier im ***-** **** in einer betreuten Spielgruppe ohne Eltern. Die Betreuerinnen machen das ganz wundervoll mit den Kindern, aber die ersten haben schon das Handtuch geworfen, weil die Leitung der Einrichtung auch hier eine Form der Integration durchsetzen will, die einfach nicht funktioniert. Gerne berichte ich hier auch noch ausführlich zu den Gründen. Ich wurde lediglich darauf hingewiesen, dass ich meinem Kind zum Frühstück kein Schweinefleisch mitgeben darf!!!!! Hallo?! Wir sind hier in Deutschland!

Ich habe noch weitere Einrichtungen besucht. Unter anderem die Einrichtung „**** *** *******“ in der *********** *******. Hier kämpft eine unglaublich motivierte, gut ausgebildete Sozialpädagogin gegen Windmühlen. Auch hier war ich an vielen Terminen und musste leider auch feststellen, dass das Interesse vieler Migranten gleich Null ist sich und ihre Kinder zu integrieren.

Dieser Bericht einer integrationsfreudigen Mutter hält noch weitere aufschlußreiche Details bereit und löste ein gewaltiges Leserecho in der Münchner „TZ“ aus. Hier die Reaktion einer „Plüschi“:

Liebe Anna! Danke für Deinen Artikel!!! Ich bin Münchnerin und habe 3 Kinder im Grundschulalter. Jedes Deiner Worte stimmt! Ich habe eine Zeit lang mit meinen Kindern in der Nähe von Frankfurt gelebt und dort war es noch schlimmer. Meine Kinder durften auch dort keine Salami auf ihrem Pausenbrot haben, weil man sich nun mal „an der Mehrheit“ der Kinder im Kindergarten orientiert. Es gab im Kindergarten auch kein Ostern, nur ein Hasenfest.

Also bin ich von Hessen nach Bayern geflüchtet, in der Hoffnung hier meinen Kindern die Werte vermitteln zu können, die mir wichtig sind. Aber auch hier in München entwickeln sich die Dinge negativ, anstatt von Ausländern Integration zu fordern, wird von uns Anpassung und überzogene Toleranz gefordert. Übrigens Anna, ich bin diesen Monat auch von München Stadt aufs Land gezogen und meine Kinder gehen jetzt auch auf eine Privatschule. Demnächst lernen sie einen Kampfsport. Bin gespannt, was andere Mütter berichten. Liebe Grüße

Wie krank und dumm sowohl die Grünen als auch ihre Wiedergänger_*Innen in den anderen linken Parteien sind, kann man regelmäßig daran erkennen, daß sie Realitätslegastheniker sind und die oben beschriebenen Zustände offenbar völlig auszublenden in der Lage sind bzw. sie nicht als das begreifen, was sie sind.

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