„Integration fängt damit an, daß Sie als Deutscher mal Türkisch lernen!“

Diese Aussage, die an Thilo Sarrazin gerichtet war, hat Renate Künast nie getätigt. Es ist eines der vielen Fake-Zitate oder zurechtgebogenen Äußerungen von Grünen, die man im Internet finden kann. Das vorliegende Blog wurde auch deshalb gegründet, um dem Thema mit möglichst viel Seriosität zu begegnen. Das heißt, die hier gesammelten Zitate sind tatsächlich echt und verifiziert. Manipulationen und Fälschungen sollen als solche auch dargelegt werden.

 

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In der Talkshow „Beckmann“ saßen einst Thilo Sarrazin, Aygül Özkan – damalige Sozialministerin Niedersachsens – und Renate Künast beisammen, wobei Sarrazin Schwierigkeiten hatte, den Namen von Frau Özkan richtig auszusprechen. Daraufhin intervenierte Frau Künast offenbar mehrmals. Das obige Zitat lautet im Original wie folgt:

Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher sich ihren Namen mal merken.

Es war also ein polemischer Seitenhieb auf Thilo Sarrazins Kritik an muslimischen Parallelgesellschaften. So weit so gut. Auf ihrer Facebook-Seite hat Frau Künast die Sache mit dem fälschlichen Zitat richtiggestellt. Sie hat aber offenbar nicht begriffen, daß die ihr in den Mund gelegten Worte genauso polemisch und ironisch gedacht sind wie ihre Replik auf Thilo Sarrazin. Nach dem Motto: Soll ich jetzt Türkisch lernen, damit ich „Aygül Özkan“ richtig aussprechen kann? Es handelt sich also nicht um eine völlig willkürliche und bösartige Fälschung, sondern um eine Überspitzung von Künasts weltoffener Toleranz.

Manche türkische Namen sind ja tatsächlich schwer auszusprechen. Man denke nur an Namen wie z.B. Ümmühan Bayramoğlu. Künasts Worte an Sarrazin kann man also angesichts der Exotik des Türkischen und der Pedanterie von Frau Künast auch als Aufforderung verstehen, gleich ganz Türkisch zu lernen.

Frau Künast verschlimmert diese Causa aber noch, indem sie Folgendes dazu auf Facebook schreibt:

Ich finde es ein Unding, den Namen anderer Menschen wiederholt, trotz Hinweisen und Verbesserungen, falsch auszusprechen. Dies ist unterschwelliger Rassismus und zeugt von einem komplett fehlenden Integrationswillen.
Ich finde dieses Verhalten von Thilo Sarrazin – neben all seinen menschenfeindlichen Thesen – auch heute falsch.

Dieser typisch grüne „Empörialismus“ ist es wohl, der zu immer mehr Unmut in der Bevölkerung führt. Wenn es um’s angeblich Gute geht, dreht man bei den Grünen immer gleich das ganz große Rad. Es fehlen Maß und Mitte. Die moralische Empörung gerät zum Selbstzweck.

Wer schon bei kleinen Missetaten oder vermeintlichen Grenzüberschreitungen immer gleich Verbrechen gegen die Menschlichkeit erblickt und diese mit reudigen Inquisitionsvokabeln wie „rassistisch“, „homophob“ oder „frauenfeindlich“ tadelt, der muß sich wohl gefallen lassen, nicht mehr ernst genommen und als „Gutmensch“ bezeichnet zu werden.

Noch dazu, wenn nicht wenige Grüne über ein erkleckliches historisches Sündenregister verfügen und lieber mal kleinere Brötchen backen sollten.

Auch bei Frau Künast wird man da fündig.