„Und was schief gehen kann, wenn sich ausschließlich Männer die schöne neue Welt ausdenken, haben wir bei der Debatte um Alexa und Siri erlebt, die versehen mit weiblichen Stimmen und Attributen recht unterwürfig das Leben des (männlichen) Kunden erleichtern.“

Wer: Annalena Baerbock, Gesine Altena
Wann: 8. März 2018
Wo: gruene.de

Einen unfaßbar widerlichen Text zum Internationalen Frauentag haben Annalena Baerbock und Gesine Altena hingelegt. Erstere ist neue Parteichefin der Grünen, letztere nennt sich „frauenpolitische Sprecherin“.

Der Artikel trieft nur so vor feministischer Arroganz und Verblendung. Er zeigt das strukturelle Problem der Grünen: die komplette Mißachtung von Männern und ihren Problemen. Und alles, was nur geht, wird als „Frauendiskriminierung“ dargestellt – wie auf Drogen. Während der „friedliebende Islam“ selbstverständlich größtmögliche Toleranz verdient, versteht sich. Wir sind bei den Grünen.

Beim Lesen der Zeilen bin ich richtig froh darüber, daß ich nicht mehr grün wähle. Man muß einfach Passage für Passage durchgehen. Der Text ist von einer enormen Hybris durchtränkt:

100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts haben wir enorm viel erreicht, ja. Wir dürfen wählen, wir stellen Parteivorsitzende, wir brauchen keine Erlaubnis mehr vom Ehemann, wenn wir arbeiten wollen.

Die brauchte man auch früher nicht. Der Ehemann hatte lediglich das theoretische Recht, das Familiengericht anzurufen, falls er der Meinung war, daß die Ehefrau nicht mehr ausreichend ihren familiären Pflichten nachkomme. Eine sinnvolle Möglichkeit. :)

Dieser Paragraf war bereits in den 50er Jahren umstritten, er hält aber Feministinnen nicht davon ab, immer wieder zu suggerieren, daß Frauen ihren Mann „um Erlaubnis“ bitten mußten. Noch schlimmer: DDR-Frauen hat das sowieso nicht interessiert, da diese wilhelminischen Unrechtsparagrafen im Unrechtsstaat DDR ohnehin nicht existierten.

Davon abgesehen stand es übrigens Frauen auch damals schon frei, einen Mann ihrer Wahl zu heiraten. Frau Baerbock und Frau Altena sollen uns doch mal ein paar Fallbeispiele aus den Jahren vor 1977 präsentieren, wo das Familiengericht tatsächlich der Ehefrau die Arbeit untersagt hatte. Und warum hat die Regierung Brandt das Gesetz nicht schon 1970 kassiert, wenn es angeblich so schlimm war?

Aber hören wir weiter den beiden Damen zu, wir Männer sollen schließlich zuhören:

Es ist selbstverständlich, dass Mädchen Abitur machen und studieren. Aber: Die strukturelle Diskriminierung von Frauen sorgt weiterhin dafür, dass Sexismus und sexualisierte Gewalt zum Alltag gehören, dass sich Frauen ökonomisch viel zu oft auf der Verliererinnenseite wiederfinden, weil sie mit niedrigeren Löhnen und Renten leben müssen oder oftmals allein für die Kinder aufkommen.

Diese Damen interessiert es mit Sicherheit einen feuchten Kehricht, daß junge Frauen heute die Mehrheit unter den Abiturienten und Studenten stellen. Nennt sich „positive Diskriminierung“ bei den Grünen. Es interessiert sie vermutlich ebenso nicht die Bohne, daß – empirisch belegt – Jungen für die gleichen schulischen Leistungen schlechtere Noten erhalten.

Das mit der „ökonomischen Verliererinnenseite“ stimmt übrigens gar nicht! In Cottbus verdienen Frauen im Schnitt 17% mehr als Männer! Die alte Leier vom „Gender Pay Gap“. Wo ist eigentlich die Empathie der Grünen für Männer, die in Frauenberufen arbeiten und daher ebenso auf der „Verliererinnenseite“ stehen und Probleme mit der Rente haben? Vom realexistierenden Sorgerecht und den Bedürfnissen der Väter wollen wir hier erst gar nicht reden.

Man kann diesen ganzen Müll wirklich nicht mehr hören. Ist genauso pervers, wie das neoliberale Gelaber in der FDP.

Und keine Sorge, Frauen müssen sich nicht allein um die Kinder kümmern, wenn das für Kinder sehr viel zuträglichere Wechselmodell eingeführt wird. Das wollen aber die angeblich so sehr für „Gleichberechtigung“ kämpfenden Feministinnen nicht: Kein Unterhalt mehr! Der böse Vater verfügt über das Kind!

Der Anteil von Frauen in Parlamenten sinkt, und offene Frauenverächter werden inzwischen sogar in Demokratien in höchste Regierungsämter gewählt.

Donald Trump hat seinen Erfolg gerade dem Milieu der grünen und anderen linken Gutmenschen zu verdanken, die geschlechtergerechte Nationalhymnen zum Musthave erklären und noch ziemlich viel anderen Unfug im Kopf haben. Lamentieren ist also fehl am Platz.

Und daß der Frauenanteil in Parlamenten sinkt, vergrößert die „Gleichberechtigung“ sogar. Denn die Mitglieder der Parteien sind zu ca. 30% weiblich, weil Frauen sich nicht sonderlich für Politik interessieren, wie jeder halbwegs in Kontakt zur Realität Stehende weiß. Oder hat jemand schon mal eine Frauenrunde betreten, in der man erhitzt über Politik debattierte?

Der derzeitige Frauenanteil im Bundestag müßte also noch leicht sinken bis zum Endsieg der „Gleichberechtigung“. Den 50%-Stalinisten in den linken Parteien fällt dieser Widerspruch gleichwohl nicht auf. Sie gehören der 50%-Sekte an und glauben, dies habe etwas mit der geheiligten Gleichberechtigung zu tun – wobei natürlich nur „Frauendefizite“ im Blick sind. Und das auch nur in ein paar wenigen Wohlfühlbereichen.

Man muß sich immer wieder klarmachen, wie verpeilt der durchschnittliche Grüne ist, wie sehr er seine heißgeliebte Gesinnungsethik praktiziert. Und hofft, daß dabei etwas Gutes herauskomme.

In der nächsten Phase der Frauenbewegung geht es darum, Diskriminierungen zu beseitigen, die weniger klar beschreibbar sind als etwa das fehlende Recht zu wählen oder zu arbeiten. Es geht um Strukturen, die dafür sorgen, dass im Grunde alles immer so bleiben kann wie bisher zwischen Männern und Frauen, und die vor allem von Männern geschaffen und erhalten werden.

Hier betreten wir den Bereich der Gender-Esoterik. Für Grüne ist es unvorstellbar, daß Frauen sich vielleicht einfach gerne für mehr Familie engagieren und Männer mehr im Bereich Arbeit. Daß das beide freiwillig tun. Ist ja auch wurscht. Wichtiger ist, daß Grüne alles, was nicht in ihr fanatisches Gleichheitsschema paßt, als „weniger klar beschreibbare Diskriminierung“ deuten – die aber eben noch lange keine Diskriminierung sein muß.

Es lebe das ewige Opfer-Abo.

Es geht um den Abbau der strukturellen Diskriminierung von Frauen. Wenn etwa Kitas früher schließen, dann ist es meist die Frau, die dafür Abstriche bei ihrer Arbeit machen muss und damit auch bei ihrem Einkommen und später noch bei der Rente.

Muß sie das? Macht sie daß ungern? Ist ihr Mann der böse Patriarch? Willkommen in der phantastischen Welt der Opfer-Grünen.

Wenn die Berufe besonders schlecht bezahlt werden, in denen vor allem Frauen arbeiten, dann steckt dahinter auch der Gedanke, dass es wichtiger ist, wenn es die Männer sind, die das Geld nach Hause bringen.

Oh! Der Gedanke! Er steckt dahinter! Die Grünen sind wohl noch nicht in der Marktwirtschaft angekommen, in der nicht irgendwelche famosen, patriarchalen Gedanken entscheiden, sondern die Nachfrage.

Es steht übrigens jeder Frau frei, in einem „Männerberuf“ zu arbeiten. Dank Gender-Theorie macht ihr das jetzt vermutlich auch Spaß. Sie ist übrigens auch hier völlig frei, sich einen „progressiven“ Ehemann auszusuchen.

Gerade in diesem Pamphlet der beiden grünen Frauenkämpferinnen wird die Figur vorangetrieben, daß noch ganz starke Rollenstereotypen und dergleichen unser Leben prägen. Implizit und explizit wird also eine Gleichheit von Mann und Frau angestrebt bzw. vorausgesetzt.

Da fragt man sich unwillkürlich: Was soll also das Gejammere über „Frauenberufe“ und all das andere Gedöns? Die Frauen werden doch sowieso demnächst alles Informatikerinnen und Bau-Ingenieurinnen. Und die Männer Kindergärtner. Dann ist im Schnitt alles in Butter und die Grünen sind glücklich.

Der nächste Textabschnitt ist eine wahre Fundgrube grüner Esoterik und feministischer Paranoia, daher ein etwas längeres Zitat. Hier findet sich auch das Zitat wieder, welches für die Überschrift dieses Artikels herhalten mußte:

Digitalisierung gestalten – mit Frauen!

Auch deshalb bleibt es weiter unser großes Ziel, Lohngleichheit und eine 50:50-Quote in den Chefetagen durchzusetzen. Doch gerade die Digitalisierung stellt uns hier vor noch mehr Herausforderungen. Hier braucht es neue Maßnahmen der Politik und neue Antworten der Gesellschaft, um die Strukturen endlich aufzubrechen, die gerade Frauen belasten.

Mit Blick auf die schon erlebbare Zukunft wird die Aufgabe, diskriminierende Strukturen zu brechen, ein Megaevent. Denn die Frage, wer die Welt von heute und morgen bestimmt, entscheidet sich nicht zuletzt in den großen IT-Unternehmen. Dort prägen IT-Nerds und Programmierer die Machtstrukturen der Gegenwart und Zukunft, doch bislang ist dieser Bereich eine fast reine Männerdomäne.

Und was schief gehen kann, wenn sich ausschließlich Männer die schöne neue Welt ausdenken, haben wir bei der Debatte um Alexa und Siri erlebt, den von Männern programmierten intelligenten Assistenten der Marken Apple und Amazon, die versehen mit weiblichen Stimmen und Attributen recht unterwürfig das Leben des (männlichen) Kunden erleichtern.

Der IT-Bereich wird auch in 100 Jahren noch eine sogenannte Männerdomäne sein, weil Männer hier von Natur aus mehr Talent haben. Man darf diese Ansicht ja gerne als „sexistisch“ oder „rückwärtsgewandt“ bezeichnen. Ein Argument stellen solche Vokabeln aber noch nicht dar.

Es ist eigentlich unfaßbar, was in diesem Abschnitt zusammengefaselt wird. Ich brauche Hilfe. Die Gewißheit verstärkt sich in mir, daß Frauen irrationale, hysterische, völlig hirnlose Wesen sind. War das die Absicht der Autorinnen?

Habe ich die „Debatte“ über Siri und Alexa irgendwie nicht mitbekommen?

Daß sich grüne Feministinnen mal über die „Machtstrukturen“ im Kindergarten oder in der Grundschule Sorgen machen, wo fast ausschließlich Frauen unsere kleinen, völlig wehrlosen Kinder prägen, ist wohl ein irrer Gedanke. Die Erwachsenen sind ja auch hilflos den männlich dominierten IT-Konzernen ausgeliefert. Wie schlimm, daß das alles Männer sind. Männer! Das Thema ist ein absolutes „Megaevent“. Für Grüne.

Es ist ein unglaublicher Chauvinismus, in Chefetagen irgendeine Frauenquote umsetzen zu wollen, welcher Art auch immer. Man will also einem Stahlkonzern oder anderen Männerbranchen vorschreiben, daß die Vorstände zur Hälfte Frauen sind? Wie krank ist das denn?

Dann aber linkisch in der Gegend herumgucken, wenn man auch Männer als Gleichstellungsbeauftragte zulassen will oder eine „50:50-Quote“ im Sorgerecht anstrebt (Wechselmodell). Der Islamische Staat wird schon wissen, warum er den westlichen Kulturkreis für degeneriert hält.

Es ist einfach unfaßbar, mit was für einer Dreistigkeit Grüne und Gender-Esoteriker voraussetzen, daß Männer und Frauen gleich seien und somit Quoten in Chefetagen unabdingbar. Darüberhinaus braucht man nicht viel Grips in der Birne, um sich auszumalen, warum Männer so sind, wie sie sind, und warum sie vielleicht von Natur aus mehr zu Führungsaufgaben, Technik und Konkurrenz tendieren.

Aber bereits die einfache Feststellung, daß wir nicht wissen, ob Männer und Frauen gleich sind, müßte jeden Quotenstalinisten in die Schranken weisen. Traurig, wie eierlos hier unsere Gesellschaft ist und diesen ganzen Irren so viel Raum bietet, ihre Neurosen zu inszenieren und die Gesellschaft mit Pseudoproblemen zu nerven.

Neue Rollenbilder braucht das Land!

Machtstrukturen ändert man auch über veränderte Rollenbilder. Hier haben Frauen trotz drohender Rückschritte schon viel erreicht. Und trotzdem hungern sich tausende junge Mädchen fast zu Tode unter dem Druck eines falschen Schönheitsideals. Politik kann dieses Problem nicht alleine lösen. Hier müssen Eltern, Kultur und Gesellschaft Hand in Hand gehen.

Bei diesen Zeilen packt mich die Wut über so viel Schwachsinn. Ja ja, der Druck des Schönheitsideals. Deutschland oder auch die USA werden immer dicker, Übergewicht ist ein gravierendes Problem.

Das sind die vielen Dicken im TV und Kino, in der Werbung. Wann wird „Dick und Doof“ endlich zensiert oder nachbearbeitet? Was ist mit Bud Spencer? Dem „Bullen von Tölz“? Oder Claudia Roth? Warum wird die eigentlich nicht magersüchtig ob all der schlanken Frauen im TV?

Sind diese grünen Damen wirklich so einfach gestrickt? Alle gut 40 Millionen Frauen bekommen tagtäglich die gleichen schönen, schlanken Frauen überall vorgesetzt. Das Gleiche gilt übrigens auch für die gut 40 Millionen Männer in Deutschland und ihre Pendants in den Medien.

Wieso sind dann nicht alle Frauen magersüchtig oder alle Männer sixpackfixiert? Mal abgesehen davon, daß die Werbung ja keine Magersüchtigen präsentiert.

Wir können also Entwarnung geben und hiermit feststellen, daß diese „Schönheitsideale“ schlichtweg egal sind. Die vielen Übergewichtigen im Lande scheinen sie jedenfalls nicht zu jucken. Magersüchtige Frauen haben übrigens häufig sexuellen Mißbrauch in der Kindheit erfahren und reinszenieren diesen auf körperlicher Ebene. Das nur nebenbei.

Aber bei diesem esoterischen Betroffenheitsmüll der Grünen packt mich wirklich die Wut. Der Abschnitt zeigt noch mal schön, wie sehr die Grünen auf ihr Ding mit den sogenannten „Rollenvorbildern“ fixiert sind, wie sehr sie die Gesellschaft nach vermeintlichen Idealen umerziehen wollen – und wie marxistisch verstrahlt sie sind.

Es fällt Grünen einfach schwer zu sehen, daß ihre gesellschaftlichen Idealvorstellungen und Erklärungsmuster genauso normativ sind wie die von Konrad Adenauer – nur eben in die andere Richtung. Beides ist gleich normativ, also gleich willkürlich und subjektiv, als kollektives Ideal unsere Freiheit beschneidend.

Das müssen die Linken irgendwie noch lernen. Dann wählt sie vielleicht auch wieder jemand.

Bleibt festzuhalten, daß Annalena Baerbock und Gesine Altena wandelnde Karikaturen sind und ihren Namen alle Ehre machen.

So sieht „Gleichberechtigung“ bei den Grünen aus. Und es gibt genug dumme Männer, die gar nichts dabei finden.

Es liegt am Wähler, der religiösen Sekte des „Heiligen Feminismus der letzten Tage“ Einhalt zu gebieten.