„Dieser Moment, wenn man sich fürs weiß sein schämt. Und dafür Mann zu sein.“

Wer: Johannes Rehborn, Sprecher der Grünen Dortmund
Wann: 9. November 2016
Wo: Twitter

Vor ein paar Tagen jährte sich zum zweiten Male die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, was einige Zeitgenossen nicht unkommentiert lassen konnten.

Als ich am 9. November 2016 in den Nachrichten und Sondersendungen davon gewahr wurde, daß Donald Trump die Wahlen gewonnen hatte, reagierte ich mit ungläubigem Staunen und Humor. Wie kommt es nur, daß ich nicht an mein Mannsein oder mein Weißsein dachte?

 

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Wie verstrahlt im Hirn und ideologisch verblendet muß man eigentlich sein, um sich in diesem historischen Moment für völlig belanglose Aspekte des neuen US-Präsidenten zu schämen?

Man muß sich als Frau ja auch nicht für moderne Hexen wie Alice Schwarzer, Angela Merkel oder Claudia Roth schämen.

Es kann übrigens nicht mehr lange dauern, bis Donald Trump den Friedensnobelpreis bekommt und als größter Präsident aller Zeiten in die Geschichte der Vereinigten Staaten eingeht. Bis jetzt hat er nämlich noch keine „militärische Intervention“ zustande gebracht wie alle seine Vorgänger der letzten Jahrzehnte – wie auch natürlich der hochverehrte Obama.

Der Friedensnobelpreis ist Trump sicher, wenn er eine Entspannungs- und Abrüstungsdynamik in den Korea-Konflikt bringt.

Um die Gleichberechtigung von Frauen hat sich Trump auch verdient gemacht. Man hört jedenfalls nicht das übliche Opfer-Gedöns von ihm, er ignoriert sämtliche neurotischen Empfindlichkeiten seitens der Lügen-Journaille und läßt konsequent die Unschuldsvermutung für Männer gelten.

Das dürfte Frauen überall auf der Welt empowern, weil sie wieder als erwachsene Menschen wahrgenommen werden.

Unser lieber Herr Rehborn von den Dortmunder Grünen – dem seine Rechtschreibfertigkeiten durchaus peinlich sein könnten – soll sich ruhig weiter dafür schämen, ein Mann und ein Bleichgesicht zu sein.

Für die Grünen ist Politik schließlich ein Ponyhof.