„Mit der Geburt von Jesus kam die erste bekannte Regenbogenfamilie der Welt zu Stande.“

Wer: Grüne Jugend
Wann: Weihnachten 2017
Wo: Twitter

Dieser Witz ist eigentlich gar nicht mal so schlecht, nur mangelt ihm an Realitätssinn bzw. Kenntnis des Christentums. Denn bekanntlich ist man dort der Meinung, daß Maria, der Mutter Jesu Christi, eine unbefleckte Empfängnis zuteil wurde. Josef ist also nicht der leibliche Vater nach christlicher Auffassung.

Ich persönlich halte dies für Sperenzchen einer antiken Kultur und Religiosität. Jesus Christus mag durchaus das Produkt einer befleckten Empfängnis sein. Im Endeffekt ist er trotzdem Gottes Sohn.

Bekanntlich standen Religionen schon immer auf Kriegsfuß mit den Naturgesetzen und lernten erst in der Moderne, sie zu akzeptieren. Moderne Menschen, insbesondere atheistische Fundamentalisten wiederum müssen lernen zu akzeptieren, daß eine göttliche und transzendente Sphäre trotz aller Naturgesetze nicht auszuschließen ist.

So richtig etwas Negatives an diesem Tweet kann ich eigentlich gar nicht finden, interessant sind aber die zahlreichen, ausschließlich negativen und wütenden Reaktionen darauf. Die Empörung ist meiner Meinung nach insofern gerechtfertigt, als ein weiteres Mal die Grünen auf zweifelhafte Weise zum Mittel der Instrumentalisierung greifen, um Werbung zu machen für ihre Homo-Ideologie.

Zudem ist der „Regenbogenfamilie“-Spin in bezug auf die heilige Familie Blödsinn, da Josef kein sexuelles oder auch nur platonisches Verhältnis mit Gott hatte. Es war eine ganz normale Ehe zwischen Josef und Maria. Nur daß Gott eben noch geringfügig mitgewirkt hat – um es flapsig auszudrücken.

Jesus ist ganz normal mit Mutter und Vater aufgewachsen. Nicht mit zwei schwulen Vätern, nicht mit zwei lesbischen Müttern. Darüberhinaus ist die Gottvaterschaft im Zusammenhang mit Jesus eigentlich nichts Besonderes. Denn nicht nur Jesus, sondern wir alle sind auch Gottes Kinder. Die Geschichte Jesu Christi soll uns zeigen, was aus einem Menschen werden kann, wenn er wie ein Kind Gottes aufgezogen wird – ohne psychische und physische Gewalt, sondern mit Respekt.

Leider ist diese Botschaft bis heute nicht wirklich im Christentum angekommen. Alle Kinder sind Kinder Gottes und sollten auch so behandelt werden. Die Katholische Kirche konnte sich bis heute nicht dazu durchringen, ihren Gläubigen das Schlagen ihrer Kinder zu untersagen.

Unangenehm finde ich den Homo-Tweet weniger wegen dessen religiösem Bezug als wegen der indirekten Behauptung, Kinder würden mit zwei Männern oder zwei Frauen als „Eltern“ gut aufwachsen können. Ich halte dies für Blödsinn und für einen Kotau vor dem egoistischen Homo-Narzißmus. Homosexuelle sollte akzeptieren lernen, daß ihre Neigungen pathologisch sind und daß Kinder aus einer Beziehung von Mann und Frau hervorgehen.

Deshalb muß es einem Kind nicht zwingend schlechtgehen in einer Homo-Ehe. Es ist allemal besser, ein Kind wächst bei Homo-Eltern respektvoll auf, als von normalen Eltern geschlagen zu werden. Auf diesen Aspekt der Homo-Debatte muß durchaus hingewiesen werden.

Die pauschale Glorifizierung und Idealisierung der Natur-Ehe um jeden Preis aufseiten konservativer Christen ohne Ansehen der tatsächlichen Situation des Kindes ist ein berechtigter Kritikpunkt.

Trotzdem führt kein Weg daran vorbei, den pathologischen Charakter der Homosexualität einzusehen und die Unerbittlichkeit der Naturgesetze. Die Natur hat Kinderlosigkeit für Homosexuelle vorgesehen, genauso wie sie zwei Beine für den Menschen vorgesehen hat – auch wenn die moderne Bionik uns theoretisch vier Beine bescheren könnte, wenn wir dies wünschen. Oder allerlei anderen Schnickschnack. Wir sollten nur das „re-parieren“, was von der Natur auch so vorgesehen ist.

In dieser Hinsicht fungiert die Homo-Ehe und -Adoption als schöner Schein für Homosexuelle – und für die Gesellschaft. Nach dem Motto: Schaut doch mal, wie natürlich alles ist. Wir müssen uns keine Gedanken über die Herkunft von homosexuellen Gefühlen machen. Alles ganz normal – nur eben zwei „Väter“.

Homosexualität ist das Produkt von sexuellem Mißbrauch in der Kindheit oder von einem traumatischen Elternverlust, meist des gleichgeschlechtlichen Elternteils – etwa durch Tod, Abwesenheit, Ablehnung oder dergleichen. Dies sind die Hauptursachen für homosexuelle Neigungen – wie man an zahlreichen Fallbeispielen studieren kann.

In einer Demokratie haben wir natürlich die Freiheit, uns auch noch viele weitere Jahrzehnte dummzustellen und Homosexualität zwanghaft zu naturalisieren.

Wir haben aber auch die Freiheit, dieses nur zu offensichtliche Gutmenschentum zu hinterfragen und mal genauer hinzuschauen auf das Phänomen Homosexualität.

 

 

 

„Ich möchte, daß es Lehrerinnen mit Kopftuch an Berliner Schulen gibt.“

Wer: Bettina Jarasch, ehemalige Parteivorsitzende der Berliner Grünen
Wann: 2. Dezember 2017
Wo: Landesparteitag

Wie verschiedene Medien berichten, wollen die Berliner Grünen ein Konzept für die erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund entwickeln. Was sich die Grünen da im einzelnen vorstellen, ist weniger interessant.

Wichtiger ist die Grundeinstellung der Grünen, daß alle Menschen gleich sind und teils gravierende, essentielle kulturelle Unterschiede daher ignoriert und beschönigt werden. Die enorme kulturelle Rückständigkeit des Islams wird tapfer geleugnet. Ein Integrationskonzept, welches darauf Rücksicht nähme, wäre mit den Grünen nicht machbar, da sich keiner von ihnen als „Rassist“ oder „Nazi“ fühlen möchte.

Nach Möglichkeit werden auch die Errungenschaften des westlichen Kulturkreises ausgeblendet und heruntergespielt zugunsten des heiligen Kultes um die Toleranz. Der Tanz um die Toleranz sozusagen.

Daher verwundert es nicht, daß wir Folgendes im „Focus“ und der „Welt“ lesen dürfen:

Die Grünen greifen auch das Neutralitätsgesetz an, das Lehrern das Tragen religiöser Symbole verbietet. Zuletzt hatten mehrere muslimische Kopftuchträgerinnen, die als Lehrer abgelehnt worden waren, auf dem Klageweg Entschädigungen erstritten. Die Bildung müsse neutral sein, das lasse sich jedoch nicht an Kleidungsvorschriften festmachen, argumentiert die Partei.

„Ich möchte, dass es Lehrerinnen mit Kopftuch an Berliner Schulen gibt“, sagte die ehemalige Landeschefin Bettina Jarasch. „Was wir brauchen, sind Regelungen, die religiöse Manipulation wirksam ahnden, anstatt einen Kulturkampf um das Kopftuch zu führen.“ Das Thema ist in der Partei stark umstritten. Die erwartete Debatte unter den 130 Delegierten blieb jedoch weitgehend aus.

Einer erwachsenen Muslimin ist es zuzumuten, ohne Kopftuch als Lehrerin in Erscheinung zu treten. Es ist doch angeblich nur ein religiöses Symbol. Mehr nicht. Warum haben Musliminnen derartige Probleme, dieses abzulegen, fällt es doch Christen auch nicht schwer, ein Halsband mit Kreuz abzulegen oder zu verbergen? Was tragen eigentlich männliche Muslime als religiöses Symbol? Und warum tragen auch männliche Christen das gleiche christliche Symbol wie die Frauen? Gibt es eigentlich Christen in Deutschland, die nur ihren Mädchen das Tragen eines Kreuzes vorschreiben – und das nur ab Beginn der Geschlechtsreife.

Man muß wohl ein Grüner sein, um sich derartig offensichtliche und entlarvende Fragen bezüglich des kulturellen Entwicklungsstandes des Islams nicht zu stellen. Was verspricht man sich bei den Grünen von Kopftuchlehrerinnen? Eine bessere Integration von Kopftuchschülerinnen?

Das mag gutgemeint sein, zeigt aber das völlige Verkennen der Natur des Islams. Das Kopftuch ist kein bloßes religiöses Symbol wie das Kreuz am Halsband, sondern eben vor allem ein Bekenntnis zur rechtlichen Minderwertigkeit der Frau – bzw. zu einem vormodernen Geschlechterverhältnis mitsamt doppelten moralischen Standards.

Soll so etwas in der Schule affirmiert werden?

Wie doof muß man sein, um diese Dimension jenseits der rein religiösen Bekenntnissymbolik ignorieren zu können?

Und wie doof muß man sein, um die verheerende Wirkung auf muslimische Mädchen in Neukölln ausblenden zu können, die in ihren Familien häufig einem patriarchalen Druck, einer autoritär-religiösen „Erziehung“ ausgesetzt sind?

Diese Mädchen könnten stolz und anerkennend auf muslimische Lehrerinnen ohne Kopftuch schauen, sich inspirieren lassen und beginnen zu begreifen, daß sie in einem familiären Lügensystem aufwachsen.

Wie bescheuert müssen Grüne sein, die diese familiäre Realität bei vielen Muslimen in Deutschland ausblenden können?

Es lebe der heilige Tanz um die Toleranz.

Diese Partei war einmal emanzipatorisch, aufklärerisch und kritisch – kritisch gegenüber autoritären Strukturen jedweder Art. Das hat die Grünen attraktiv gemacht. Auch heute sind sie noch attraktiv, wenn sie z.B. die „autoritäre Ökonomie“ kritisieren – also die immergleichen Rechtfertigungen inhumaner Zustände mit dem „Argument“ der Konkurrenzfähigkeit, des Erhaltens von Arbeitsplätzen etc.

Geht es aber um heilige Minderheiten, versagt auf einmal die Kritikfähigkeit.

Es gibt nur wenige Linke, die das Ideal der Aufklärung auch universell anwenden. Auch in „falsche“ Richtungen.

 

 

PS: Trockener Kommentar eines Lesers:

Kurios ist allerdings, daß ausgerechnet die Grünen mit ihrem Programm von Feminismus, Homehe und Genderallerlei sich zum Steigbügelhalter machen.